Tobias Bernstrup

Neue Medien, Performance, Pop, Experimental, Video, Elektronische Musik, Wave, EBM, Synth-Pop, Synth Wave Schweden www.bernstrup.com
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Über Tobias Bernstrup

Tobias Bernstrup, geboren 1970 in Götheburg, Schweden, ist ein zeitgenössischer Künstler und arbeitet mit Videos, interaktiven Werken, Live-Performances und elektronischer Musik. Er erhielt seinen MFA 1998 von der Royal College University of Fine Arts Stockholm. Dort traf er auch seinen Künstlerkollegen Palle Torsson.

Tobias Bernstrup gehört zu einer Gruppe bildender Künstler, die auch Musik produziert und performt, und die diesen Prozess als Teil ihrer Arbeit als bildende Künstler ansieht. Sie benutzen Elemente der visuellen Sprache aus der Popkultur, Videospielen, Sci-Fi, Klassizismus und Gothic Noir. Bernstrup hat eine Bühnenidentität geschaffen, die Gendergrenzen übertritt. Bei seinen Auftritten präsentiert er sich in ausgefeilten Kostümen aus glänzendem Gummi und mit dickem Make-Up. In Videos und Animationen wird er oft von seinem digitalen Alter Ego repräsentiert, während er sich in seinen Performances anzieht wie ein Spielcharakter. So wirft er Fragen über die Repräsentation von Identität, Körper und physischem Raum auf, sowohl in der virtuellen als auch in der nicht-virtuellen Realität, eng verbunden mitkritischen Ideen des Irrealismus und Simulacra.

Seine Video und Performancearbeiten stehen stets zueinander in Verbindung. Während seine Videos sich auf das Extreme und Übertriebene konzentrieren, ist seine Präsenz auf der Bühne eine moderatere Angelegenheit. Die virtuelle Welt erlaubt es, im Zuge des Spieles die eigenen Bedürfnisse zu entdecken, in seinen Performances ist Bernstrup auf seinen Stil und andere Spezifitäten limitert. Seine äußere Erscheinung mit Fetisch und Cross-Dressing, Schnallen und hautengem Latex, erscheint gegen Transgressionen des Individuums so zahm.

1995 arbeitete Bernstrup eng mit dem Künstler Palle Torsson zusammen. Die beiden erhielten internationale Anerkennung als einige der ersten Künstler, die Computerspiele in ihrer Arbeit verwendeten. Ihr Projekt Museum Meltdown bestand aus einer Serie ortsabhängiger Computerspiel-Installationen in europäischen Kunstmuseen. Sie nutzten die Grafik existierender Videospiele wie Doom, Dukem Nuken 3D, Quake und Half-Life und verwandelten die Museumsarchitektur in brutale Ego-Shooter, die dem Museumsbesucher erlauben, in einer virtuellen Version des Museums herumzulaufen, leute zu töten und auf Meisterwerke zu schießen.

Bernstrup arbeitet noch immer mit Spielumgebungen und baut existierende städtische Räume wie den Berliner Potsdamer Platz oder La Défense in Paris nach. Er konzentriert sich auf die künstliche Qualität der oberflächen und verbindet die virtuellen Räume und sein digitales Alter Ego, sowohl in animierten Videos als auch in Live-Performances. Einige seiner Songs aus Videos und Performances wurden durch Museen, Gallerien und Kunstinstitutionen auf CD und Vinyl veröffentlicht. Als aufnehmender Künstler ist Bernstrup auch für seine enge Zusammenarbeit mit der schwedischen Videokünstlerin Annika Larsson bekannt.

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